Das Konzept unterscheidet strikt zwischen zwei Muskelsystemen in unserem Körper:
Die globalen Muskeln (Bewegungsmuskeln): Das sind die großen, oberflächlichen Muskeln (z. B. der gerade Waschbrettbauchmuskel oder die großen Rückenstrecker). Sie sind für grobe Bewegungen, Kraft und das Heben von Lasten zuständig.
Die lokalen Muskeln (Stabilisatoren): Das sind kleine, sehr tief sitzende Muskeln, die direkt von Wirbel zu Wirbel oder direkt am Gelenk verlaufen (z. B. der M. transversus abdominis am Bauch oder die Mm. multifidi an der Wirbelsäule). Sie erzeugen kaum sichtbare Bewegung, sondern arbeiten wie kleine Sprungfedern, die das Gelenk zentrieren und sichern, bevor die Bewegung überhaupt stattfindet.
Das Problem: Bei Schmerzen, Verletzungen oder nach Operationen schalten sich diese tiefen Muskeln oft reflexartig ab. Die großen Muskeln versuchen dann, die Stabilität zu übernehmen, verkrampfen und es entstehen chronische Schmerzen.
Die Pessartherapie
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